Vertrieben, nicht Geflüchtet

Nächste Vorführung in:

Premiere
Offizielle Premiere im Kino "Museum Lichtspiele" in der Lilienstraße 2, München.
flimmern&rauschen 2026
Filmvorführung beim Jugendfilmfestival "flimmern&rauschen" im Gasteig HP8, Saal X, München.
76. Sudetendeutscher Tag in Brünn
Filmvorführung beim 76. Sudetendeutschen Tag, in der Heimat der Sudetendeutschen, in Brünn, Tschechen.
Ausstellung im Sudetendeutschen Haus
Ausschnitte des Filmes als Teil der Soderausstellung "VERMISST: Heimat-sudetendeutsche Zeitzeugen:Innen aus der ehemealigen DDR, Teschechien und Bayern erzählen." in der Kubin-Galerie des Sudetendeutschen Museums in der Hochstraße 8, München.
Filmvorführung im Sudetendeutschen Haus
Filmvorführung im Rahmen der Ausstellung: "VERMISST: Heimat-sudetendeutsche Zeitzeugen:Innen aus der ehemealigen DDR, Teschechien und Bayern erzählen." mit anschließendem Gespräch.
19. Februar 2026, 18 Uhr
27. März 2026, 16 Uhr
23. Mai 2026, 14:30 Uhr
30. Mai - 24. Juni 2026
23. Juni 2026

Angst, Verzweiflung, der Zwang, Heimat zu verlassen – so begann die Flucht der Sudetendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg. Ausgehend vom Münchner Abkommen und dem Aufstand in Prag zeigt der Film mit bewegenden Zeitzeugeninterviews und historischem Archivmaterial, wie politische Entscheidungen das Leben Tausender Menschen zerstörten und veränderten.

In meinem Film „Vertrieben, nicht geflüchtet – die Geschichte der Sudetendeutschen“ erzähle ich die Geschichte der sudetendeutschen Bevölkerung und ihrer Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Zentrum stehen persönliche Erinnerungen, historische Einordnung und die bewusste Unterscheidung zwischen Flucht und Vertreibung. Mich hat dieses Thema aus einem persönlichen familiären Hintergrund heraus beschäftigt.
 
Meine Großmutter ist nicht selbst Sudetendeutsche, ist aber in einer vergleichbaren Region aufgewachsen und musste ihre Heimat verlassen. Daher hatte ich schon seit mehreren Jahren vor einen Film über die Geschichte der Sudetendeutschen zu drehen, was ich dieses Jahr dann endlich verwirklichte.
 
Ich habe die Dokumentation vollständiger alleine produziert, von der Recherche über Kamera bis hin zu Schnitt und Postproduktion. Als Interviewpartner kommen Bernd Posselt und Gerhard Grassel zu Wort, welche durch ihre Berufe als Sprecher der Sudetendeutschen und Historiker aber auch ihre persönlichen Erfahrungen dem Film eine spannende Perspektive eröffnen.
Ein besonderes Highlight war das Interview mit Gerhard Grassel. Der Satz „Ich war nie in meinem Leben, in meinen 87 Jahren auch nur eine Sekunde ein Flüchtling. Wir sind vertrieben worden.“ hat für mich die zentrale Aussage des Films auf den Punkt gebracht und wurde deshalb bewusst als Einstieg gewählt.
 
Lino de Gregori (Regie)